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Armin Only – Embrace

Von Jona Laxen am 11. Mai 2016

Bereits 2013 waren wir, ein Teil von EMF, auf der Albumtour von Armin van Buuren (Intense). Nach der Veranstaltung waren wir ausnahmslos begeistert von der Show die AvB zum besten gab.

Knapp zweieinhalb Jahre später, vergangenen Samstag war es dann wieder soweit. Die neue Armin-Only-Tour „Embrace“ stand in den Startlöchern. Diesmal war Ich, der Autor, allein vor Ort. Dank einer etwas früheren Anreise konnte meine Gruppe perfekte Plätze ergattern. Perfekter Sound und perfekte Sicht waren also gegeben und dem Spektakel stand nichts mehr im Wege. Das Bier war mit ca. 3 € sogar unerwartet günstig für Events von Armada.

Doch nun zum wichtigen Thema, der Musik, der Lightshow und den Liveacts. Vertreten waren die Band Kensington, Mr. Probs (bekannt durch „Waves“ oder „Another you“ ), Cimo Fränkel ( „Year Of Summer“) und noch einige weitere Sängerinnen deren Namen mir selbst leider nicht bekannt sind. Jegliche Instrumente der Liveacts und deren Stimmen wurden live in die Show eingebaut. Playback also zum Glück: Fehlanzeige. Nun um es kurz zu machen, alles was eingesungen und eingespielt wurde war wie gewohnt bombastisch. Die Lightshow und die Bühnenshow waren im Vergleich zur „Intense“ etwas dezenter gehalten, aber dennoch einzigartig. Beispielsweise hatte Armin van Buuren zwischenzeitlich sein Mischpult mitten in der Halle, dieses wurde aufwändig während der Show auf- und abgebaut.

Eine Frage ist jedoch noch offen: Armin van Buuren oder Armin van Bigroom? „A State Of Trance“ oder kurz „ASOT“, mit diesem Motto wurde van Buuren einst zum gefeierten Superstar. Leider lässt „Embrace“, wie auch schon das gleichnamige Album zu wünschen übrig, jedenfalls was den „echten“ Trance betrifft. Die ersten zwei Stunden des Sets im Ziggodome beinhalteten fast ausschließlich heftige Tomorrowland-Bässe und Aufforderungen zu springen, wenn der Bass einsetzt. Was bei „Intense“ noch der Kern der Show war umfasste diesmal ca. 3 Lieder, von denen ich zwei bereits lange kenne. Eines davon war das Anthem zur diesjährigen ASOT750 (Ben Gold) und das andere war ein Mashup aus „The Tribe“ von Vini Vici mit weiblichen Vocals, die nicht gerade der Brüller waren. Zum Glück gab es als Zugabe noch ein einstündiges Vinyl-Classic Set, das dafür sorgte, dass doch noch alle glücklich wurden.

Das Bild zeigt unsere Perspektive.

Wenn man also Armin van Buuren einmal hören will, weil man „A State Of Trance“ erleben möchte, dann sollte sich mit seinen alten Releases beschäftigen. Zum Leid der Fans wird Armin wohl langsam aber sicher den Weg des Tiesto einschlagen. Es bleibt nur die Frage, ob er selbst damit glücklich ist. Wenn ja dann soll es so sein.